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Unsere Band: Wie alles begann...

Im Jahre 1989 wurde unser Verein ursprünglich als Fasnachtszunft „Bärntortschaupizunft Murten“ gegründet und war vorerst nur mit dem Wagenbau tätig. Nach 3 Jahren aktiver Unterstützung an der Murten Fasnacht, was als oberstes Ziel der Zunft deklariert war, kam eine Schnitzelbankgruppe dazu und erweiterte das fastnächtliche Rahmenprogramm.

Ein gutes Jahr nach dem Startschuss der Schnitzelbänkler, war das grosse Bedürfnis vorhanden, die Fasnacht mit einer aussergewöhnlichen Guggenmusik zu bereichern. Dies war die Geburtsstunde der exotischen Klänge an der Murtner Fasnacht. So wurde im Jahre 1993 die Guggenmusik „Steelbrätscher“ ins Leben erweckt, so dass die Zunft zu einem der grössten Fasnachtsvereine von Murten wurde und als einziger Verein drei Fasnachtsaktivitäten hatte.
 
Die damit verbundenen, vielen und zeitintensiven Aktivitäten und Auftritte, hatten zur Folge, dass der Aufwand zu gross wurde und das „Fastnächtle“ mehr und mehr in den Hintergrund geriet. Vielen Mitgliedern war es nicht mehr möglich oder waren nicht mehr bereit die dafür notwendige Zeit aufzubringen. Die logische Konsequenz daraus war, dass wir uns im Jahr 2000 aus dem Fasnachtsgeschehen zurückgezogen und seither als reine Steelband etabliert haben.
 
Nun im Vereinsjahr 2008 / 2009 feierten wir das 15-jährige Bestehen der Steelband. Dies haben wir zum Anlass genommen, den Namen und das Erscheinungsbild den aktuellen Gegebenheiten anzupassen, so dass ab sofort die Band unter dem neuen Namen „Steel du Lac“ auftritt und der Name „Steelbrätscher“ in die Geschichte eingeht.
 
Wir sind eine fröhliche, aufgestellte Gruppe, bestehend aus etwas 15 Frauen und Männer, jeden Alters, ohne sprachliche Barrieren Deutsch und Französisch von Nah und Fern. Wir haben pro Jahr rund 8 bis 12 Auftritte an öffentlichen und privaten Anlässen sowie aber auch an Firmenanlässen. Die Proben finden in der Regel Dienstagabend im Jazzclub in Avenches statt.
 

Wissenswertes über das Steelpan: Geschichte

Das Instrument wurde in den 1930er Jahren auf Trinidad erfunden und ist dort das Nationalinstrument. Die britischen Kolonialherren verboten den Einheimischen das Trommeln auf afrikanischen Schlaginstrumenten. Deshalb suchte die Unterschicht Trinidads nach neuen Möglichkeiten des musikalischen Ausdrucks. In diesem Inselstaat spielt die Erdölproduktion eine wichtige Rolle und hat erheblich zur Industrialisierung von Trinidad beigetragen. Somit entstanden die ersten Steel Pans aus ausrangierten Ölfässern, die es in Trinidad aufgrund der Ölindustrie im Überfluss gab.
 
Seit ihrer Erfindung erfährt die Steel Pan eine konstante Entwicklung. Wurden z. B. die Resonanzkörper bis in die späten 1960er Jahre kaum signifikant verformt, fand seither dahingehend ein immenser Fortschritt statt. Die Einstimmung von harmonischen Teiltönen hielt erst in den 1960er Jahren Einzug in die Welt des Steelpans.
 
Steelpans aller Stimmlagen kommen vor allem in Steelbands zum Einsatz, verbreiteten sich jedoch immer mehr in fast allen anderen Musikstilen. Als einzelne Pans in einer Gruppe mit anderen Instrumenten lassen sich vor allem die Sopran-Instrumente „Tenor“ und „Double Tenor“ verwenden. Die Bezeichnung „Tenor“ ist historisch bedingt (frühe Instrumente besaßen 10 Töne = Ten), dem Tonumfang entsprechend wäre die Bezeichnung „Sopran“ richtig. Mittlerweile gibt es Bemühungen, die Tonanordnungen der verschiedenen Register zu vereinheitlichen.

Klang eines Steelpans
Der Klang eines Steelpans wird meistens mit Sonne, Sandstrand, Karibik assoziiert. Die Werbebranche bedient sich häufig dieses Umstandes (Baccardi-Werbespot). Steelpan-Klänge vermitteln einen gewissen „Life-style“, man denkt schnell an Ferien und stressfreie Zeiten fern des üblichen Alltags.
 
Spiel
Selbst ohne musikalische Vorkenntnisse kann man das Spiel auf dem Steelpan bis zu einem gewissen Grad selbständig erlernen, im Gegensatz zu Geige oder Trompete, wo man für die richtige Technik auf einen kompetenten Lehrer nicht verzichten kann. Das Steelpan ist für Erwachsene, vor allem aber auch für Kinder, die ein Instrument erlernen und in einer Gruppe spielen wollen, exzellent geeignet. Allerdings ist das Steelpan ein ernst zu nehmendes Musikinstrument. Um dieses wirklich zu beherrschen, kommt man um ein seriöses Studium der Materie nicht herum.